Unmut in den Betrieben wächst

Hohe Beteiligung an Warnstreiks im Rhein-Sieg Kreis und in Bonn

  • 16.01.2018
  • Aktuelles

Über 1.200 Beschäftigte demonstrieren auf zentraler Kundgebung in Lohmar

In 27 Betrieben der Metall- und Elektroindustrie legten heute die Beschäftigten für mehrere Stunden die Arbeit nieder. Mehr als 1.200 Metallerinnen und Metaller folgten dem Aufruf der IG Metall zu einer zentralen Kundgebung in Lohmar. Auf zwei Demonstrationszügen bekräftigten sie ihre Forderungen in der laufenden Tarifrund:

  • Erhöhung der Tarifentgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 %
  • Recht auf Verkürzung der Wochenarbeitszeit mit Rückkehrrecht auf Vollzeit

Die Arbeitgeber haben in den laufenden Verhandlungen bislang lediglich einen Lohnzuwachs von zwei Prozent plus eine Eimalzahlung angeboten. Das individuelle Recht auf eine verkürzte Vollzeit mit einem Teillohnausgleich für Schichtarbeiter sowie bei Betreuungs- oder Pflegezeiten für Familienangehörige lehnen sie strikt ab.

Sprecher aus den einzelnen Betrieben machten deutlich, dass dies von den Beschäftigten als Provokation angesehen wird. Wenn es nicht bald zu einer Einigung kommen sollte, dann sei man auch zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen bereit.

Michael Korsmeier, Geschäftsführer der IG Metall Bonn-Rhein-Sieg, warnte die Arbeitgeber: Jetzt ist Schluss mit lustig! Friedenspflicht war gestern - heute ist Arbeitskampf. Und wenn es sein muss, dann legen wir noch eine Schippe drauf."

Die nächste Verhandlungsrunde für die Betriebe in NRW findet am 18.01.2018 in Neuss statt.


Hier sind die Bilder des heutigen Warnstreiks in Lohmar:

www.flickr.com/photos/151888517@N06/albums/72157691543881504

 



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